Korrektur am Venushügel: ein Thema, über das kaum jemand spricht

Dr. med. Rima Nuwayhid16. Juli 20266 min Lesezeit
Körper

Ein prüfender Blick in den Spiegel am Morgen, die stille Frage, ob dieses Kleid die kleine Wölbung am Venushügel verbirgt. Wenn Sie sich hier wiedererkennen: Sie sind damit nicht allein – und Sie müssen sich dafür nicht schämen.

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Ein Thema, über das kaum jemand spricht

Es beginnt oft ganz leise. Ein prüfender Blick in den Spiegel am Morgen, noch bevor Sie sich anziehen. Die stille Frage, ob dieser Rock, diese Hose, dieses Kleid die kleine Wölbung am Venushügel verbirgt, die Ihnen aufgefallen ist. Mit der Zeit suchen Sie Ihre Kleidung nicht mehr danach aus, was Ihnen gefällt, sondern danach, was kaschiert. Im Schwimmbad achten Sie immer darauf, ein ausreichend langes T-Shirt oder ein Tuch über dem Badeanzug zu tragen. Und manchmal reicht dieses Gefühl bis in die Intimität mit dem Partner hinein, in genau die Momente, in denen Sie sich eigentlich fallen lassen möchten.

Wenn Sie sich hier wiedererkennen, möchte ich Ihnen zuerst eines sagen: Sie sind damit nicht allein, und Sie müssen sich dafür nicht schämen. In meiner Sprechstunde erlebe ich immer wieder, wie viel Erleichterung schon darin liegt, dieses Thema endlich einmal offen ansprechen zu dürfen.

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass ich das gängige Wort Schamhügel bewusst nicht verwende. Das hat einen guten Grund. Ich möchte nicht, dass dieses Thema mit Scham besetzt ist, denn es gibt keinen Grund dafür. Deshalb spreche ich vom Venushügel, benannt nach Venus, der Göttin der Liebe und der Schönheit. Schon dieser kleine Unterschied in der Sprache verändert, wie wir gemeinsam über Ihren Körper sprechen.

Warum sich der Venushügel verändert

Der Venushügel, medizinisch Mons pubis, ist ein natürliches Fettpolster oberhalb des Schambeins. Wie stark er ausgeprägt ist, hängt von vielen Faktoren ab, und er verändert sich im Laufe des Lebens.

Besonders häufig bemerken Frauen eine zunehmende Wölbung rund um die Wechseljahre. Das hat einen nachvollziehbaren Grund: Wenn der Östrogenspiegel sinkt, verändert sich die Fettverteilung im Körper. Fett, das sich früher eher an Hüften und Oberschenkeln gehalten hat, verlagert sich zunehmend in die Körpermitte. Der Venushügel kann davon betroffen sein, ganz unabhängig davon, wie diszipliniert Sie mit Ernährung und Bewegung umgehen.

Manchmal liegt die Ursache in vermehrtem Körperfett. Ebenso oft betrifft es aber Frauen mit völlig normalem Gewicht, bei denen sich das Gewebe an dieser einen Stelle einfach anders verhält als am übrigen Körper. Genau deshalb ist es so frustrierend, wenn Diäten und Sport überall wirken, nur an dieser einen Stelle nicht.

Wenn Abnehmen allein nicht genügt

Viele Frauen kommen erst dann in meine Praxis, wenn sie über Jahre alles versucht haben. Sie haben abgenommen, Sport getrieben, unzählige Kleidungsstücke ausprobiert. Und trotzdem bleibt die Wölbung. Das ist keine Frage von zu wenig Willen. An bestimmten Stellen lässt sich Fettgewebe durch Gewichtsabnahme allein oft nicht ausreichend reduzieren.

An diesem Punkt kann ein kleiner chirurgischer Eingriff das erreichen, was Diät und Bewegung nicht schaffen. Und häufig ist der Aufwand deutlich geringer, als die meisten Frauen befürchten.

Welche Möglichkeiten es gibt

Für die Korrektur am Venushügel stehen verschiedene, aufeinander abgestimmte Techniken zur Verfügung. Welche für Sie infrage kommt, hängt allein von Ihrem individuellen Befund ab, den wir in Ruhe gemeinsam anschauen.

  • Fettabsaugung (Liposuktion). Über sehr kleine Zugänge wird das überschüssige Fettgewebe unter der Haut schonend reduziert. Dadurch nehmen wir das Volumen und die starke Vorwölbung zurück, und die Kontur wird flacher und harmonischer. In vielen Fällen ist damit bereits alles erreicht, was sich meine Patientinnen wünschen.
  • Straffung. Manchmal besteht neben dem Fettpolster auch ein Überschuss an Haut, etwa nach stärkerer Gewichtsabnahme oder mit zunehmendem Alter. Dann lässt sich in einem kleinen Eingriff zusätzlich eine Straffung durchführen, sodass die Haut wieder glatt anliegt.
  • Kombination. Fettabsaugung und Straffung lassen sich in einem Eingriff miteinander verbinden. Ob eine solche Kombination in Ihrem Fall sinnvoll ist, erkläre ich Ihnen nach der Untersuchung, wenn ich Ihren Befund genau beurteilen kann.

Das Ziel ist nicht ein makelloser Körper, sondern dass Sie sich in Ihrer Haut wieder wohlfühlen. Dass Sie morgens einfach anziehen können, was Ihnen gefällt.

Alle Details zum ärztlichen Vorgehen finden Sie auf unserer Seite zur Korrektur am Venushügel (Schamhügelkorrektur).

Übrigens: auch Männer können betroffen sein

Dieses Thema ist keineswegs auf Frauen beschränkt. Auch bei Männern kann das Fettpolster in dieser Region stark ausgeprägt sein. Man spricht dann vom Marshügel. In ausgeprägten Fällen kann die Vorwölbung so deutlich sein, dass der Penis optisch darin verschwindet. Auch hier können wir Abhilfe schaffen. Diesem Thema widme ich in einem eigenen Beitrag mehr Raum – an dieser Stelle möchte ich es nur erwähnen, damit betroffene Männer wissen: Auch dafür gibt es eine Lösung, und auch darüber dürfen Sie mit mir sprechen.

Warum die Wahl der richtigen Ärztin so wichtig ist

Der Venushügel ist eine sensible, sehr persönliche Region. Ein gutes Ergebnis braucht chirurgische Erfahrung, ein feines Gespür für natürliche Proportionen und vor allem eine Atmosphäre, in der Sie sich sicher und verstanden fühlen.

Als Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie begleite ich Frauen an der LANUWA Aesthetik Klinik in Leipzig durch genau solche Themen, die im Alltag selten ausgesprochen werden. Bei mir müssen Sie nichts beschönigen und nichts rechtfertigen. Wir schauen sachlich auf Ihren Befund, ich erkläre Ihnen ehrlich, was möglich ist und was nicht, und Sie entscheiden in Ihrem eigenen Tempo.

Dr. med. Rima Nuwayhid, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie, im Beratungsgespräch
Dr. med. Rima Nuwayhid – LANUWA Aesthetik Klinik Leipzig

Ihr erster Schritt

Wenn Sie sich in diesem Text wiedererkannt haben, lade ich Sie zu einem persönlichen und vertraulichen Beratungsgespräch ein. Dieser erste Schritt ist zunächst nichts weiter als ein Gespräch von Frau zu Frau, und er verpflichtet Sie zu nichts. Sie müssen sich nicht festlegen, nichts entscheiden und nichts beschließen. Es geht allein darum, Ihre Fragen in einem geschützten Rahmen zu stellen.

Erst nach einer Untersuchung gebe ich Ihnen eine ehrliche, fachlich fundierte und klare Einschätzung: ob eine chirurgische Therapie für Sie individuell überhaupt sinnvoll ist und welches Ergebnis sich realistisch erreichen lässt. Sollte ich zu der Überzeugung kommen, dass ein Eingriff Ihnen nicht den erhofften Nutzen bringt, sage ich Ihnen das genauso offen.

Vereinbaren Sie einen Termin in der LANUWA Aesthetik Klinik in Leipzig. Sie werden sehen: Der schwerste Schritt ist der erste, das Thema überhaupt einmal auszusprechen. Alles Weitere gehen wir dann in Ruhe zusammen durch.

Dr. med. Rima Nuwayhid

Verfasst von

Dr. med. Rima Nuwayhid

Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Medizinisch geprüftZuletzt aktualisiert: Juli 2026

Unterschrift Dr. med. Rima Nuwayhid

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Für Frauen, die eine störende Wölbung oder einen Hautüberschuss am Venushügel bemerken, die sich durch Gewichtsabnahme allein nicht bessern. Ob der Eingriff für Sie sinnvoll ist, klären wir individuell in der Beratung.

Bei einer reinen Fettabsaugung erfolgt der Zugang über winzige Einstiche, die später kaum sichtbar sind. Ist zusätzlich eine Straffung nötig, wird der Schnitt so gelegt, dass er später gut verborgen liegt.

In den meisten Fällen ist dieser Eingriff ambulant durchführbar, das heißt Sie können am selben Tag nach Hause gehen. Wie genau der Ablauf bei Ihnen aussieht, besprechen wir individuell.

Mit sinkendem Östrogenspiegel verlagert sich Körperfett verstärkt in die Körpermitte. Der Venushügel kann davon betroffen sein, auch bei normalem Gewicht.

Ja. Sehr viele Frauen kennen dieses Gefühl, sprechen aber aus Scham selten darüber. Genau deshalb ist es mir ein Anliegen, offen darüber zu informieren.

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