Wie lassen sich Schwangerschafts- und Dehnungsstreifen verblassen?

Dr. med. Marwan Nuwayhid12. August 20226 min Lesezeit
Körper

Fast jede Frau und auch einige Männer kennen sie: Dehnungsstreifen. Sie verursachen keine Schmerzen, aber sorgen doch dafür, dass viele Menschen sich unwohl in ihrer Haut fühlen. Doch wie genau entstehen sie und was kann man tun, um Dehnungsstreifen abzumildern?

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Was sind Dehnungsstreifen?

Striae cutis atrophicae oder Striae cutis distensae sind Defekte der Hautkontinuität durch schnelles Dehnen der Haut, z.B. in einer Schwangerschaft (Schwangerschaftsstreifen), rapide Gewichtszunahme oder schnelles Wachstum.

Wie bei einer gerissenen Glasscheibe ziehen sich diese Hautspalten durch alle Hautschichten hindurch. Einzig die oberste, sehr dünne Hautschicht bedeckt diesen Riss in der Haut noch. Die Streifen können dabei durchaus einige Millimeter bis Zentimeter breit werden. Durch die Ausdünnung der Haut an diesen Stellen scheinen Blutgefäße hindurch, welche eine bläuliche Verfärbung hervorrufen.

Entstehung von Dehnungsstreifen in der Haut durch überdehntes Bindegewebe
Entstehung von Dehnungsstreifen in der Haut durch überdehntes Bindegewebe und Risse der Kollagenfasern

Entstehung von Dehnungsstreifen am Körper

Voraussetzung für die Entstehung von Dehnungsstreifen ist eine genetisch bedingte Bindegewebsschwäche, sowie weitere Faktoren, wie zum Beispiel die hormonell bedingte Veränderung der Hautelastizität in der Schwangerschaft. Bevorzugt treten sie an Gesäß, Hüfte, Oberschenkel, Brust oder Bauch auf.

Dehnungsstreifen an Oberschenkeln

Dehnungsstreifen an Brust und Bauch durch Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt. Die Haut wird elastischer, das Brustgewebe bereitet sich auf die bevorstehende Stillzeit vor. Dabei dehnt sich die Brust u.a. durch sich vergrößernde Milchdrüsen. Bei einigen Frauen ist die Haut elastischer als bei anderen. Durch schnelles Wachstum kann es passieren, dass sich die Haut schnell und stark dehnt. So kommt es zu Rissen in den Hautschichten: Sichtbare Dehnungsstreifen an der Brust sind die Folge.

Gleiches gilt für das Wachstum des Bauches während einer Schwangerschaft. Das Kind im Bauch wächst in Schüben. Auch hier ist es vom Bindegewebe der Frau abhängig, ob Dehnungsstreifen (Schwangerschaftsstreifen) auftreten oder nicht. Je schneller der Bauch wächst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese entstehen.

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft

Ein weiterer Punkt: Die Schwangerschaft geht oft mit einer größeren Gewichtszunahme einher. Wie bereits erwähnt ist es vom Bindegewebe der Frau und von der Schnelligkeit der Gewichtszunahme abhängig, ob dabei Dehnungsstreifen an Hüfte, Oberschenkeln und Po entstehen.

Dehnungsstreifen am Bauch

Kann eine Brustvergrößerung Dehnungsstreifen verursachen?

Dehnungsstreifen an der Brust bei Frauen sind meist eine Folge von hormonellen Veränderungen. Diese treten erstmal in der Pubertät auf: In relativ kurzer Zeit beginnen sich die Brüste in dieser Entwicklungsphase zu vergrößern. Dabei dehnt sich die Haut sehr schnell und sehr stark aus. Je nach Gewebe der Frau bleiben Dehnungsstreifen dabei nicht aus und die Haut an der Brust zeigt Risse.

Auch bei einer operativen Brustvergrößerung kann es zu Dehnungsstreifen an der Brust kommen. Dies kann jedoch vermieden werden, wenn vorher im Gespräch genau untersucht wird, welches Gewebe die Frau hat und welche Implantatgröße gewählt wird.

Verblassen Dehnungsstreifen mit der Zeit natürlich?

So schnell Dehnungsstreifen entstehen, so schwer ist es, sie wieder loszuwerden. Schwangerschaftsstreifen bzw. Dehnungsstreifen bleiben meist ein Leben lang. Durch gesunde Ernährung, regelmäßiges Einölen mit z.B. Kokosöl oder Aloe Vera sowie kleine regelmäßige Massagen der betroffenen Stellen können sie sichtbar gemildert werden.

Wann Dehnungsstreifen verblassen, ist je nach Hauttyp und Bindegewebe von Frau zu Frau verschieden.

Bei starken Schwangerschafts- bzw. Dehnungsstreifen und nach jahrelang erfolgloser Pflege und Massage der Haut erkundigen sich viele Frauen nach weiteren Behandlungsmöglichkeiten, um die Dehnungsstreifen verblassen zu lassen.

Dehnungsstreifen an der Hüfte

Wie lassen sich Dehnungsstreifen behandeln?

Ein hundertprozentiges Entfernen von Dehnungsstreifen ist leider nicht möglich. Jedoch lassen sie sich abmildern und können durch eine gezielte Behandlung stark verblassen.

Behandlung in der LANUWA Klinik

In der LANUWA Aesthetik Klinik setzen wir auf ein eigens entwickeltes Behandlungsschema mit Hilfe von Microneedling und PRP Behandlungen. Dazu wird Blut entnommen und körpereigene Wachstumsfaktoren werden extrahiert. Diese werden nun mithilfe eines Rollers mit winzig kleinen Nadeln in die Haut eingebracht.

Die Kombination aus mechanischer Anregung und Wachstumsfaktoren sorgt für eine rege Neubildung der Haut und verblasst Dehnungsstreifen sichtbar und effektiv.

Weitere Behandlungsmethoden

Neben dem Roller gibt es die Möglichkeit, Schwangerschaftsstreifen bzw. Dehnungsstreifen mit der Methode des Microneedling zu behandeln. Dies lässt sich ebenfalls in Kombination mit PRP anwenden. Alternativ oder ergänzend kann auch Eigenfett, Micro-Botox oder Radiofrequenz-Wellen zur Unterstützung und Aufbau des Hautgewebes verwendet werden.

Die Dehnungsstreifen verschwinden dabei nicht komplett, jedoch hilft es, diese verblassen zu lassen.

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin, um Ihre individuellen Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Wann Dehnungsstreifen verblassen, ist je nach Hauttyp und Bindegewebe von Person zu Person verschieden. Ohne Behandlung bleiben sie meist ein Leben lang sichtbar, können aber mit der Zeit etwas heller werden.

Dehnungsstreifen entstehen durch schnelles Dehnen der Haut, z.B. in der Schwangerschaft, bei Gewichtszunahme oder schnellem Wachstum. Voraussetzung ist oft eine genetisch bedingte Bindegewebsschwäche.

Ein hundertprozentiges Entfernen von Dehnungsstreifen ist leider nicht möglich. Jedoch lassen sie sich durch gezielte Behandlungen wie Microneedling mit PRP deutlich abmildern und stark verblassen.

Ja, bei einer operativen Brustvergrößerung können Dehnungsstreifen entstehen. Dies kann jedoch durch eine sorgfältige Voruntersuchung des Gewebes und Wahl der passenden Implantatgröße oft vermieden werden.

Regelmäßiges Einölen mit Kokosöl oder Aloe Vera sowie kleine Massagen der betroffenen Stellen können helfen. Bei Schwangerschaft ist eine langsame, kontrollierte Gewichtszunahme empfehlenswert.

In der LANUWA Klinik werden Microneedling mit PRP, Eigenfett-Behandlungen, Micro-Botox und Radiofrequenz-Wellen eingesetzt. Die Kombination aus mechanischer Anregung und Wachstumsfaktoren sorgt für eine Neubildung der Haut.

Dr. med. Marwan Nuwayhid
Dr. med. Rima Nuwayhid
Geprüft durch LANUWA

Dr. med. M. & R. Nuwayhid

Die Informationen auf der Seite "Wie lassen sich Schwangerschafts- und Dehnungsstreifen verblassen?" beruhen auf aktuellen medizinischen Standards und wurden durch Dr. med. Marwan Nuwayhid und Dr. med. Rima Nuwayhid vor der Veröffentlichung geprüft.

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