Natürliche Veränderungen der Brustform
In Schwangerschaft und Stillzeit verändert sich die Brust und mit dem Alter und der natürlichen Hautalterung ebenfalls. Forscher haben in einer wissenschaftlichen Studie die optimale Brustform bei Frauen bestimmt.
Neben der optimalen Brustform gibt es noch die hängende Brust und die tubuläre Brust, die abhängig von der Ausprägung in Graden unterschieden werden kann.
Die optimale Brustform
Neue Studienergebnisse definieren die optisch ansprechendste Brustform: In einer wissenschaftlichen Studie haben britische Forscher um Patrick Mallucci unzählige weibliche Brüste analysiert und die mathematischen Besonderheiten der gefälligen Brust für die plastische Chirurgie zusammengefasst.
Die perfekte Proportion
Demnach ist eine wohlgeformte Brust eine Brust, die tropfenförmig ist, wobei:
- Der Anteil des Brustvolumens unterhalb der Brustwarze 55% des Gesamtvolumens ausmacht
- Der obere Teil der Brust 45% des Gesamtvolumens ausmacht
- Die Brustwarze eine 20° Ausrichtung nach oben hat
- Der obere Pol der Brust geradlinig bis minimal konkav gebogen ist
- Der untere Pol eine konvexe Krümmung von der Brustwarze bis zur Unterbrustfalte aufweist
Dies beschreibt die kosmetisch ansprechendste Brustform bei Frauen und unter Zugrundelegung dieser Kennzahlen kann im gemeinsamen Arzt-Patientinnen Gespräch die bestehende Brustform der Frau erhoben werden.

Die hängende Brust (Mastoptosis)
Eine schlaff hängende Brust äußert sich häufig durch einen Volumenmangel im oberen Brustbereich, der zu einem leeren Dekolleté führt. Man definiert eine sogenannte „Hängebrust", medizinisch die Mastoptosis, über die Position der Brustwarze im Vergleich zur Unterbrustfalte.
Bei einer straffen Brust liegt die Brustwarze oberhalb der Unterbrustfalte und hat eine Ausrichtung nach oben.
Die drei Schweregrade der Mastoptosis
Bei einer (Masto)Ptosis unterscheidet man drei verschiedene Schweregrade:
- Grad 1: Position der Brustwarze auf Höhe der Unterbrustfalte
- Grad 2: Brustwarze bis zu 2 cm unterhalb der Unterbrustfalte
- Grad 3: Brustwarze bildet den untersten Pol der Brust, kein Drüsengewebe mehr unterhalb der Brustwarze

Ursachen einer Hängebrust
Eine sogenannte Hängebrust kann entweder von Natur aus bei einer Frau angelegt sein oder sie entsteht nach:
- Einem erheblichen Gewichtsverlust
- Dem Stillen eines Kindes mit nachfolgender Rückbildung des Drüsengewebes
- Der natürlichen Schwerkraft im Laufe der Jahre
Unter Umständen kann eine Brustwarze im ausgeprägten Stadium bis auf die Höhe des Bauchnabels herabsinken. Bedingt durch das Aufliegen der Brust am Oberkörper kann es durch Schwitzen und Druck zu erheblichen Hautveränderungen in den Unterbrustfalten kommen.
Diese führen zu einem hohen Leidensdruck bei den Patientinnen und erfordern häufig eine hautärztliche Mitbehandlung.
Die tubuläre Brust (Schlauchbrust)
Die tubuläre oder auch Schlauchbrust (im englischen Sprachraum "Snoopy Breast") genannte Deformität entsteht durch eine Fehlanlage der Brustdrüse, welche zu einem ungleichen Wachstum der verschiedenen Regionen der Brust führt.
Häufig kommt es dabei zu einem Wachstum des oberen Teiles, nicht aber des unteren Teiles der Brust. Dadurch tritt im Verlauf ebenfalls eine Art „Hängebrust" auf, wobei die Ursache dieser Erkrankung in der Fehlanlage während der Fetalentwicklung begründet ist. Diese Anomalie kann ein- oder beidseitig auftreten.
Die vier Brustquadranten
Zur weiteren Beschreibung wird die Brust in vier Quadranten unterteilt:
- Oberer innerer Quadrant
- Oberer äußerer Quadrant
- Unterer innerer Quadrant
- Unterer äußerer Quadrant
Die Warzenhof sowie die Brustwarze bilden eine separate Einheit.

Grade der tubulären Brust
Es werden vier verschiedene Grade der tubulären Brust unterschieden:
- Grad I: Der untere, innere Quadrant der Brust fehlt, die Brustwarze ist normal ausgebildet; keine Größenveränderung
- Grad II: Es fehlen beide untere Quadranten, es besteht keine Unterbrustfalte, das Gesamtvolumen ist vermindert bei normaler Position der Brustwarze
- Grad III: Es fehlen beide unteren Quadranten und die Brustwarze zeigt nach unten
- Grad IV: Alle vier Brustquadranten sind betroffen, die Brustwarze ist im Verhältnis sehr groß, die Brust hängt schlauchförmig nach unten
Tubuläre Brüste erzeugen einen hohen Leidensdruck bei den Patientinnen, da sie als ausgesprochen unästhetisch empfunden werden. Die Kosten einer plastischen Rekonstruktion werden in der Regel durch die Krankenkasse übernommen.

Behandlungsmöglichkeiten
Eine Brustvergrößerung kann bei hängenden Brüsten helfen, die Brust zu vergrößern und gleichzeitig ihre Form zu heben. Durch die Implantateinlage, kombiniert üblicherweise mit einer Bruststraffung, wird die Brust angehoben und wirkt jugendlicher und straffer.
Korrektur der tubulären Brust
Bei der tubulären Brust spielt die Brustvergrößerung mit Implantaten ebenfalls eine besondere Rolle. Durch die Implantate kann die Brust nicht nur vergrößert, sondern auch geformt werden. So kann der typische schlauchförmige Charakter der tubulären Brust deutlich verbessert werden.
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin, um Ihre individuellen Möglichkeiten zu besprechen.






