Warum Narbenmassage wichtig ist
Leider gibt es noch keine Therapie, die dafür sorgt, dass Narben unsichtbar werden und zur perfekten Haut mutieren. Doch wer viel Geduld hat und ein paar Tipps und Tricks berücksichtigt, kann die Problemzone zumindest unauffälliger und beschwerdefreier machen.
Denn nicht nur Mediziner können das Narbenbild positiv beeinflussen – auch die Betroffenen können dafür sorgen, dass es zu einer deutlichen Verbesserung kommt. Die richtige Narbenpflege mit regelmäßiger Massage ist dabei der Schlüssel.
Wie entstehen Narben überhaupt?
Verletzungen, die im Laufe des Lebens einfach dazugehören, hinterlassen Spuren. Eine Platzwunde oder eine Operation – größere Wunden, die genäht werden müssen, hinterlassen immer Narben. Eine hellere Linie, die kaum sichtbar ist, mag der Idealfall sein.
Bleibt jedoch eine wulstige, sehr breite und rote Linie zurück, wobei in weiterer Folge Juckreiz, ein Spannungsgefühl und Schmerzen entstehen können, müssen Betroffene reagieren.
Narben als Teil des Heilungsprozesses
Der Heilungsprozess ist – ganz egal, um welche Art von Wunde es sich schlussendlich handelt – fast immer gleich:
- Zu Beginn sorgen die immunkompetenten Zellen dafür, dass die eingedrungenen Erreger abgewehrt werden. Die Zelltrümmer und das tote Gewebe werden beseitigt.
- Nun entsteht ein Granulationsgewebe aus Endothelzellen, Monozyten und Fibroblasten – sie treten von den Rändern in die Wundfläche ein.
- Nach wenigen Tagen beginnt bereits die Neubildung der Fibroblasten und Blutgefäße, die in weiterer Folge das Kollagen bilden, sodass die Zellzwischenräume ausgepolstert werden können.
- Konnte die Wunde ausreichend ausgefüllt werden, so überziehen nun die Keratinozyten das noch nicht vollständig hergestellte Bindegewebe.

Einflussfaktoren bei der Narbenbildung
Das Gewebe, das neu gebildet wurde, bleibt lange aktiv. Es dauert mitunter ein ganzes Jahr, bis die Narbe endlich zur Ruhe kommt.
Was Sie vermeiden sollten
In dieser Zeit ist es wichtig, dass die Betroffenen nicht rauchen – Nikotin sorgt nämlich für eine schlechtere Durchblutung, sodass es zu einer erschwerten Wundheilung kommt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine unschöne Narbe entsteht, ist somit deutlich höher.
Was Sie tun sollten
Von Vorteil sind hingegen leichte Bewegungen. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass das Gewebe nicht überstrapaziert wird. Kommt es zur Rötung oder Schwellung der Region, die sich rund um die Narbe befindet, sollte ein Mediziner aufgesucht werden.

Die Narbenmassage – Ab wann beginnen?
Eine Möglichkeit, um das Narbenbild zu begünstigen, stellen Massagen dar. Sollen Operationsnarben behandelt werden, können Betroffene schon nach drei Wochen nach der OP mit dem Massieren der Narben beginnen.
Wichtig: Wenn die Operationsnarbe verheilt ist, d.h. wenn sie komplett verschlossen ist und kein Schorf mehr vorhanden ist, kann mit der Massage begonnen werden.
Sanftes Massieren der Narben hilft dabei, dass das neue Gewebe weich und geschmeidig bleibt. Das empfehlen wir unseren Patientinnen für die Zeit nach einer Brustvergrößerung.

Anleitung zur richtigen Narbenmassage
Damit nach der OP alles gut verheilt, empfehlen wir daher immer die Narbe zu massieren. Hier finden Sie unsere Narbenmassage Anleitung, um die Narben möglichst weich zu machen:
- Sie nehmen sich ein Hautöl, Kakaobutter oder Wund- und Heilsalbe.
- Fahren Sie die Narbe mit leichtem Druck entlang.
- Während Sie weiter das Öl verteilen, gehen Sie auch im 90 Grad Winkel dagegen.
- Massieren Sie Ihre Narbe auf diese Weise 2 bis 3 Mal täglich für 3-5 Minuten.
Die richtige Druckstärke
Zu Beginn darf das Gewebe nur mit sehr leichtem Druck bearbeitet werden. Nach wenigen Wochen kann man auch fester massieren.
Wichtig: Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Narbe nicht hart wird. Handelt es sich um eine alte Narbe, die unzureichend oder gar nicht massiert wurde, ist diese oft derart verfestigt, dass es kaum Möglichkeiten für eine Verbesserung des Narbenbildes gibt.
Spezielle Massagetechnik für verhärtete Narben
Mitunter hilft es, wenn die Hautfalte vom Untergrund angehoben und mit den Fingern massiert wird. Dabei ist es ratsam, die Hautfalte zwischen den Fingern zu rollen.
Mag dieser Vorgang unangenehm sein oder Schmerzen verursachen, sollte der Druck reduziert werden. Wichtig ist, dass nicht sofort aufgehört wird – erst, wenn die Haut weicher geworden ist, kann der Druck zur Gänze nachlassen.

Wie Mediziner das Narbenbild positiv verändern können
Die Narbenmassagen haben nicht zum gewünschten Erfolg geführt? Die Fachärzte der LANUWA Aesthetik Klinik in Leipzig können dann weiterhelfen.
Es gibt auch Narben, die sich erst gar nicht richtig massieren lassen. Es kann also gar nicht zu einer Verbesserung des Hautbildes kommen. In diesem Fall lohnt sich der Besuch bei den spezialisierten Medizinern.
Ziele der professionellen Narbentherapie
Das Ziel der Narbentherapie wird im Vorfeld zwischen Arzt und Patient besprochen:
- Rötungen, Juckreiz und Schmerzen lindern
- Die Narbe wieder weicher und elastischer machen
- Das optische Erscheinungsbild verbessern
Narbenverlängerung als Option
Es besteht auch die Möglichkeit einer Narbenverlängerung. Das mag zu Beginn zwar etwas verwirrend wirken, jedoch kann eine Verlängerung der bestehenden Narbe für eine Verbesserung der Bewegungsabläufe sorgen, sofern die Narbe einen Einfluss auf diverse Bewegungen hat.
Fakt ist, dass es kein Standardverfahren ist, sodass im Vorfeld mit den Fachärzten von LANUWA Rücksprache gehalten werden sollte, welche Ziele sinnvoll sind. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin, um Ihre individuellen Möglichkeiten zu besprechen.






